Silur (vor 443-417 Millionen Jahren)

Auch die Welt des Silurs war eine Wasserwelt, sie wurde beherrscht vom riesigen Panthalassischen Ozean. Der große Ur-Kontinent im Süden, Gondwana, war umgeben von einem Ring kleinerer Kontinente, unter ihnen Laurentia (Nordamerika), Baltica (Nordeuropa und Teile Mitteleuropas) und Sibiria. Die Kontinente bewegten sich aufeinander zu. Laurentia und Baltica kollidierten und bildeten den neuen Kontinent Laurasia (Teile Europas und Nordamerika, auch "Old Red Continent"). Da, wo die Kontinente zusammen stießen, türmten sich die Landmassen zu Gebirgszügen auf. Durch diese "Kaledonische Faltung" entstanden Gebirge in Skandinavien, dem nördlichen Großbritannien, Grönland und die Appalachen in Nordamerika. Auch die Shetland-Inseln entstanden zu jener Zeit.

Silur Silur

Am Ende des Ordoviziums waren weite Teile der damaligen Welt vereist, und viele Tierarten waren ausgestorben. Auch noch zu Beginn des Silurs waren Laurentia und der Südteil Gondwanas mit Eis überzogen. Doch dann wurde es milder, das Eis schmolz und der Meeresspiegel stieg. Neues, üppiges Leben tummelte sich in den warmen Ozeanen und Flachmeeren: neue Trilobiten-Arten, die ersten Fische mit Kiefern und Riesenkrebse. Sie alle mussten stets auf der Hut sein vor den großen Seeskorpionen, Auch prächtige Korallenriffe entstanden im Silur.

In den Sumpfregionen tauchten die ersten Urpflanzen auf. Noch waren sie klein und lebten am Wasser, dann entwickelten sie sich weiter und schließlich konnten sie auch vom Wasser entfernte Stellen besiedeln. Durch die Pflanzen und ihre Fotosynthese stieg der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, und das Leben auf dem Festland wurde möglich. Als erstes Tier krabbelte eine urzeitlicher Tausendfüßler über das Festland.

Bild- und Quellennachweis

Das Foto stammt aus der Public Domain Section der Wikipedia.