Erdalter

Die Tabelle bietet einen Einstieg in die Erdgeschichte; traditionellvon unten nach oben. Bei "Erste Lebewesen" geht es um Tiere aus den Erdaltern Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon und Perm. Die Dinosaurier-Zeit, das Mesozoikum, umfasst die Trias, das Jura und die Kreidezeit. Danach beginnt die Zeit der Säugetiere mit dem Tertiär und dem Quartär. Oder animiert, umgerechnet auf 24 Stunden, in der Erdalter-Uhr.

Kanäozoikum
Quartär - vor 2,6 MioJ - heute
mammut Seit Beginn des Quartärs ähnelt die Tier- und Pflanzenwelt der heutigen: Ursus Spelaeus, der Höhlenbär, Megaloceras, der Irische Riesenhirsch, sehen ihren rezenten Verwandten sehr ähnlich. Auch gewaltige Raubkatzen kennen wir heute, nur die Säbelzähne wie Smilodon sie hatte gingen verloren. Einige sehr stark ans Eiszeitalter angepasste Arten wie Coelodonta und Mammut haben nicht bis in unsere Tage überlebt. Auch Elasmotherium finden wir heute nicht mehr.
Neogen / Jungtertiär - vor 23,8-2,6 MioJ
Einige Arten sind Vorfahren unserer heutigen Säugetiere, und bei vielen Tieren aus dem Neogen sieht man die Verwandtschaft. Andere haben keine heute lebenden Verwandten. Bronthotherium, das "Donnertier" aus Nordamerika, ist ausgestorben.
Am Ende des Miozäns tauchte der erste Hominide auf.
Paläogen / Alttertiär - vor 65-23,8 MioJ
Moeritherium  Die Welt muss leer gewirkt haben nach dem Abgang der Dinosaurier. Die ersten Säugetiere waren winzig klein und verloren sich in Urwäldern. Dann entwickelten sie sich zu einer unglaublichen Vielfalt.
   
Mesozoikum
Kreide - vor 142-65 MioJ

Meteorit 
Vor 65 MioJ
Am Ende der Kreidezeit prallt ein Meteorit auf der Erde auf und zerstört alles Leben. 75 % aller Tiere kommen um, die Dinosaurier sterben aus.
Siehe dazu Warum starben die Dinosaurier aus?
Ende der Oberen Kreide
Dramatische Veränderungen: gewaltige, lang anhaltende Vulkanausbrüche, giftige Gase in der Atmosphäre und drastische Klimaänderungen machen die Erde wieder zu einem lebensfeindlichen Raum für viele Tiere und Pflanzen.
Kreide Torosaurus  Obere Kreidezeit
Das Flachmeer in Nordamerika geht zurück; im Raum zwischen den Rocky Mountains und dem Ufer leben viele Dinosaurier. Doch die Artenvielfalt verringert sich. Unter den letzten Dinosauriern sind Triceratops, Torosaurus, Anatotitan, Edmontosaurus, Ankylosaurus, Stegoceras und Tyrannosaurus.
Meer Kreide  Seewege bilden eine natürliche Barriere, und so tauchen auf jedem Erdteil unterschiedliche und neue Dinosaurier-Arten auf. Am Himmel ziehen die großen Gleiter von Küste zu Küste. Über eine zumindest zeitweise bestehende Landbrücke kommen die Ceratopsier aus Asien nach Nordamerika.
Erde Kreide  Ende der Unteren Kreidezeit
Der Meeresspiegel steigt und weite Regionen werden überflutet; es ist eine der größten Überflutungen der Erde überhaupt. Südamerika löst sich ganz von Afrika. Europa besteht nur aus wenigen Inseln. Ein Seeweg verläuft durch West- und Zentralafrika, Nordamerika ist durch einen Flachmeerstreifen in eine westliche und eine östliche Hälfte getrennt.
Jura - vor 208-142 MioJ
Oberes Jura  Oberes Jura
Gewaltige Herden riesiger Pflanzenfresser ziehen durch die damalige Welt. Sauropoden wie Brontosaurus (alias Apathosaurus), Stegosaurier und Ornithopoden wie z.B. Dryosaurus.
Sie müssen stets auf der Hut sein vor mächtigen Raubsauriern wie dem Allosaurus.
Stegosaurus  Das Obere Jura ist auch die Blütezeit der Stegosaurier: Neben dem Stegosaurus in Nordamerika gibt es den Kentrosaurus in Afrika sowie den Wuerrhosaurus und den Tuojiangosaurus in China.
Jura  Vor 180 MioJ
Pangäa beginnt auseinanderzubrechen. Es entstehen zwei Kontinente: Laurasia im Norden und Gondwana im Süden. Der Meeresspiegel steigt und tiefliegendes Land längst der Risse wird überflutet. Nun wird das Klima viel feuchter; Flachmeere, Lagunenlandschaften und ausgedehnte tropische Urwälder prägen das Bild der Erde.
  Unteres Jura
Die Dinosaurier beherrschen das Festland. Im Unteren Jura sind es vor allem die Prosauropoden, die "Ahnherrn", vielleicht aber auch eine Nebenlinie der riesigen Sauropoden des oberen Jura.
Trias - vor 251-208 MioJ
trias Vor 230 MioJ
Die Spur der ersten Dinosaurier führt uns auf die Südhalbkugel. In der Ischigualasto-Formation in Argentinien wurden frühe Raubsaurier wie Eoraptor und Herrerasaurus aus der Trias gefunden. Heterodontosaurus und Pisanosaurus sind frühe Pflanzenfresser.
Trias Erde  Die Kontinente sind in einem Superkontinent Pangäa vereint. Das Klima ist heiß und trocken, weite Landstriche sind wüstenartig mit Sanddünen und Schluchten. In den Trockengebieten wuchsen Koniferen und Palmfarne in kleinen Hainen. In der Oberen Trias beginnt das Zeitalter der Dinosaurier, aber auch die ersten Säugetiere tauchen auf.
   
Paläozoikum
Perm - vor 296-251 MioJ
Vulkan Vor 250 MioJ
Verheerende Vulkanausbrüchen. Die Gase in der Luft und in den Ozeanen verändern das Klima nachhaltig. Ca. 75% der Landtiere und sogar ca. 95% der Meerestiere sterben aus. Für lange Zeit ist die Erde wieder eine lebensfeindliche Umgebung geworden.

dimetrodon
Das Perm ist eine Zeit extremer Gegensätze. Die südlichen Regionen Gondwanas sind vereist, und der Meeresspiegel ist sehr tief. Im nördlichen Teil Pangäas geht das feucht-warme Klima zu Ende, es wird heiß und trocken. Flüsse, Flachmeere und Meeresbecken trocknen aus und immer Regionen werden zu Wüsten. So bleiben den Amphibien nur noch wenige Feuchtgebiete, dafür bricht die Zeit der Reptilien an. Sie können auch in heißen, trockenen Gegenden leben.
Karbon - vor 358-296 MioJ
Karbon Weltweit herrschen tropische Bedingungen; ausgedehnte Flachmeere mit weiten Küstenbereichen und riesige Sümpfe und Sumpfwälder mit fremdartig anmutenden, gewaltigen Baumfarnen und Schachtelhalmen, Siegel- und Schuppenbäumen prägen das Bild - die Erde ist grün! Durch die riesigen Wälder steigt der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre deutlich an.
Meganeura Ein idealer Lebensraum für Insekten und Amphibien, einige von ihnen werden sehr groß: Meganeura, die Riesenlibelle, misst 35 cm! Aus den riesigen Sumpfwäldern entstehen die großen Steinkohlevorkommen in Nordamerika und Mitteleuropa.
Der Südkontinent Gondwana kollidiert mit dem Nordkontinent, dabei werden in Nordamerika und Europa große Gebirge aufgefaltet. Deutschland liegt damals am Äquator im Regenwaldgürtel.
Devon - vor 417-358 MioJ
Ammonit Schließlich entdeckt ein Wirbeltier mit vier Gliedmaßen, Fingern und Zehen, der Urlurch Ichthyostega, das Festland als neuen Lebensraum für sich und seine Nachkommen. Die Zeit der Amphibien beginnt!
Das Devon gilt als Zeitalter der Fische. Stachelhaie tauchen auf, Ammoniten und Panzerfische. Im tropisch-warmen Wasser entstehen riesige Korallenriffe. Die Gebirgszüge aus Kalkstein, die wir heute z.B. in der Eifel sehen, sind Reste jener Korallenriffe. Doch auch auf dem Festland wird es lebendig: An den Ufern von Binnenmeere und Flüsse tauchen erste Pflanzen auf; Insekten erobern Land und Luft.
Silur - vor 443-417 MioJ
Korallen Die Kontinente bewegen sich aufeinander zu. Da, wo sie zusammenstoßen, entstehen Gebirge:, u.a. die Appalachen in Nordamerika.
Das Eis schmilzt und der Meeresspiegel steigt. Neues, üppiges Leben tummelt sich in den warmen Ozeanen und Flachmeeren. Auch prächtige Korallenriffe entstehen.
silur  In den Sumpfregionen tauchen die ersten Urpflanzen auf. Durch die Pflanzen und ihre Fotosynthese steigt der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, und das Leben auf dem Festland wird möglich. Als erstes Tier krabbelt eine urzeitlicher Tausendfüßler über das Festland.
Ordovizium - vor 495-443 MioJ
Kopffüßler So entwickelt sich vor allem die Tierwelt: Neben Seesternen, Schwämmen, Muscheln, Schnecken und Krebsen leben Tiere, die uns heute wenig vertraut sind. Zum Ende des Ordoviziums kommt wieder eine Eiszeit, weite Teile von Gondwana sind mit Eis bedeckt. Es ist eine der kältesten Zeiten der Erdgeschichte überhaupt. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass am Ende des Ordoviziums sehr viele Tierarten aussterben.
Ordovizium Die Welt des Ordoviziums ist eine Wasserwelt; ein riesiger Ozean, der Panthalassische Ozean, bedeckt fast die gesamte nördliche Halbkugel. Der größte Teil des Festlandes gehört zum Ur-Südkontinent Gondwana.
Kambrium - vor 543-495 MioJ
Trilobit
Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre steigt weiter, die Ozonschicht entsteht. Nun sind Meerestiere nicht nur in der Tiefsee, sondern auch gleich unter der Wasseroberfläche vor den schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlen geschützt. Im tropisch warmen, lichtdurchfluteten Meerwasser entwickelt sich in kurzer Zeit eine unglaubliche Vielfalt kleiner, wirbelloser Tiere, allen voran die Trilobiten. Von ihnen sind uns Fossilien erhalten geblieben, denn sie hatten ein hartes Skelett oder eine Schale.
Kambrium Im Kambrium liegen die meisten Kontinente auf der Südhalbkugel; die Nordhalbkugel ist von einem gewaltigen Urozean, bedeckt, dem Panthalassischen Ozean.
   
Erdfrühzeit  
Proterozoikum - vor 2.500-543 MioJ
cyclomedusa Vor 635 MioJ
Ediacara Fauna - die ersten Tiere, die uns Abdrücke im Schelf hinterlassen haben.
Vor 850 MioJ
"Schneeball-Erde" - über Millionen Jahre vereist die Erde immer wieder.
Proterozoikum Vor 1.500 MioJ
Erste Vielzeller im Meer.
Vor 2.500 MioJ

Erstmals gelangt freier Sauerstoff in die Atmosphäre! Dieser Abschnitt der Erdgeschichte ist der mit Abstand längste.
Archaikum - vor 3.800-2.500 MioJ
Black Smoker Vor 3.500 MioJ
Erste Spuren von Leben im Meer: Archaeobakterien, winzig kleine, einzellige Organismen ohne Zellkern, die in der Nähe der "Black Smokers" lebten. Aus ihnen entwickeln sich Cyanobakterien (Blaualgen), sie können Fotosynthese betreiben! Viele Millionen Jahre lang setzen sie dabei Sauerstoff frei, aber er wird sofort im Meer chemisch gebunden; in die Atmosphäre gelangte er im Archaikum noch nicht.
Archaikum Vor 3.800 MioJ
Erste feste Stellen in der Erdkruste. Die ältesten erhaltenen Gesteine, gefunden in Grönland, Südafrika und Australien, sind ca. 3.800-3.500 Millionen Jahre alt. Vielleicht war die Erde eine gigantische Kraterlandschaft aus vulkanischem Gestein, die immer wieder von neuen Vulkanausbrüchen erschüttert wurde. 
 
Erdurzeit
Azoikum -Vor 4.600.-3.800 MioJ
feurball Das Hadaikum umfasst den Zeitraum von der Entstehung der Erde bis zu den ältesten erhaltenen Gesteinen.
Die Anfänge unseres Planeten
Kontinentaldrift

Bild- und Quellennachweis

Die Fotos des Black Smokers und der Cyclomedusa basieren auf den nachfolgend aufgeführten Bildern aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Urheber Black Smoker   Urheber Cyclomedusa.

Redaktioneller Hinweis:
Ich bin Hobby-Forscherin und möchte auch keinen anderen Anspruch erheben.
Die Landkarten sind selbstgemacht und können nur einen ersten Eindruck vermitteln. Hervorragende Paläo-Landkarten findet Ihr beim Paleomap Project von Christopher Scotese, www.scotese.com.
Die Angaben zur geologischen Zeitskala ändern sich mit dem Forschungsstand, zudem weichen sie je nach Buch, Online-Angebot oder Dinopark voneinander ab. Hier halte ich mich an die Angaben im Faltblatt "Klima und Erdgeschichte" des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen.
Diese Seite wurde Anfang August 2016 aktualisiert.